Abteilung für Anästhesie – Unser Leistungsspektrum

Betreuung vor – während - und nach der Narkose

Prämedikation – also das Gespräch mit dir und deinen Eltern über die Narkose ist die erste Gelegenheit uns kennenzulernen. Meist besuchen wir dich auf der Station oder aber Du kommst mit deinen Eltern in den Aufwachraum. Das ist übrigens der Raum, in dem Du nach deiner Operation so richtig wach wirst, bevor Du zurück auf dein Zimmer kommst.

Nach Durchsicht der Unterlagen erklären wir dir und deinen Eltern, welche Narkose bei dem geplanten Eingriff unserer Meinung nach die Beste ist. Dabei geht es auch darum, dass Du nach der Operation möglichst wenig Schmerzen hast. Auch die bisherigen Erfahrungen deinerseits bei Narkosen und danach sind wichtig. In der Regel schreiben wir ein Medikament auf, das Du vor der Fahrt in den OP bekommst, damit Du keine Sorgen hast. Und … nimm dein Lieblingstier ruhig mit.

Narkoseverfahren gibt es viele. Jedes einzelne wird mit Sorgfalt durchgeführt. Qualität und Sicherheit stehen im Vordergrund. Alle lebenswichtigen Parameter werden kontinuierlich überwacht und geben uns Auskunft darüber, wie es dir geht.

Einschlafen kannst Du mit und ohne „Pieks“ – ganz wie Du es möchtest. Ohne Pieks musst Du einfach einen „Luftballon“ – der ein bisschen komisch riecht, aufblasen und schon schläfst Du ein. Erst wenn Du fest schläfst geht es weiter. Vielleicht träumst Du auch während der Narkose von dem was Du dir vorher wünschst?! Die Vollnarkose ist der Standard. Unsere Medikamente sorgen dafür dass Du weiter schläfst.

Warst Du schon mal beim Zahnarzt? Oder hast Du dir schon mal weh getan und musstest genäht werden? Wenn ja dann weißt Du dass man mit einem Lokalanästhetikum die Schmerzempfindung reduzieren oder gar ausschalten kann. Genau das machen wir mit unserer Regionalanästhesie. Du sollst ja nach deiner Operation möglichst wenig Schmerzen haben. Unser Repertoire – also das was wir können – sind sogenannte zentrale Nervenblockaden wie Caudalanästhesie und Periduralanästhesie. Zentral deswegen weil wir im Bereich der unteren Wirbelsäule die schmerzleitenden Nerven blockieren. Das Gegenteil sind sogenannte Periphere Nervenblockaden. Je nachdem wo Du operiert wirst, kann man die Nerven am Arm oder Bein an verschiedenen Stellen betäuben. Natürlich spürst Du von den Nadeln nichts, da Du dabei schläfst.

Wenn die OP vorbei ist, bringen wir dich in den Aufwachraum. Dort wirst Du von einer Schwester der Anästhesieabteilung weiter betreut. Wenn alles o.k. ist, holen wir deine Eltern oder Angehörigen, die schon neugierig sind wie es dir ergangen ist. Gemeinsam geht’s dann zurück auf die Station. Eventuell kommst Du nach der Operation für einen Tag in das Wachzimmer. Dies hängt von der Größe der Operation, vom postoperativen Verlauf und dem angewandten Schmerztherapieverfahren ab. Deine Sicherheit steht immer im Vordergrund. Selbstverständlich kannst Du da auch besucht werden.

Die postoperative Schmerztherapie ist sehr wichtig für dich, für deine Genesung und dein Wohlbefinden. Ganz wichtig ist die oben erwähnte Regionalanästhesie. Das Beste an der Regionalanästhesie ist, dass man sie im Bedarfsfall für mehrere Tage anwenden kann. Wie das geht? Ganz einfach: eine Pumpe transportiert durch ein ca. 1mm dünnes Schläuchlein das Lokalanästhetikum in die Nähe der Nerven. Das tut nicht weh – hilft aber sehr gut gegen die Schmerzen nach deiner Operation. Eine andere Möglichkeit ist die sogenannte Patientenkontrollierte intravenöse Schmerztherapie. Wenn Du Schmerzen hast kannst Du mit einem Knopfdruck das Schmerzmittel anfordern. Wir haben vorher an Hand deines Alters und Körpergewichtes festgelegt welche Dosis Du bekommst, damit keine Überdosierung auftritt. Während dieser Schmerztherapieverfahren wirst Du regelmäßig von den Schwestern hinsichtlich Nebenwirkungen befragt und auch wir Narkoseärzte besuchen dich zweimal am Tag. Wir entscheiden dann gemeinsam ob und wann und wie wir diese Form der Schmerzbehandlung abschließen.

Liebe Patienten, liebe Eltern, noch ein Wort zum Umgang mit Bluttransfusionen. Bei Operationen die erfahrungsgemäß stärker bluten, wird das Blut gesammelt, gereinigt und dann dem Patienten zurückgegeben (geschlossener Kreislauf). Man nennt dies Maschinelle AutoTransfusion. Nicht immer reicht dies aus. Wir müssen dann auf Fremdblut zurückgreifen. Seien Sie versichert, dass wir sehr restriktiv damit umgehen. Wann eine Transfusion von Fremdblut erforderlich ist, hängt von vielen Faktoren ab und wird – im Bedarfsfall, nach Möglichkeit -  mit Ihnen besprochen.

Eine enge Kooperation pflegen wir mit dem Klinikum Traunstein im Bereich des Transfusionswesens und im Bereich der Kinderheilkunde. Nicht immer können wir es vertreten einen Patienten postoperativ im Haus zu betreuen. Vorbestehende Erkrankungen, Größe und Verlauf des Eingriffs und die postoperative Entwicklung machen gelegentlich eine Verlegung ins nahegelegene Klinikum Traunstein erforderlich.

Liebe Kinder, sehr geehrte Eltern und Patienten. Diese Informationen können naturgemäß nicht erschöpfend sein. Einen Einblick haben wir Ihnen sicher vermittelt. Manche Fragen tauchen erst später auf. Gerne sind wir bereit Diese im Vorfeld zu klären. Wenn Sie wollen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wenn eine Operation ansteht, sehen wir uns auf jeden Fall.

Ihnen und Ihrem Kind
alles erdenklich Gute