Im Ganglabor beschreiben wir mit wissenschaftlicher Genauigkeit das Gangbild unserer Patienten.
Im Unterschied zur konventionellen Videoanalyse, die sicherlich viele aus dem Sportgeschäft kennen, können wir den Bewegungsablauf quantifizieren und objektiv erfassen.
Der Vorteil liegt vor allem in der dreidimensionalen Erfassung der Gelenkwinkel (Abb. 4), Gelenkbelastungen und Gelenkleistungen, die mit einer zweidimensionalen Videoanalyse nicht sichtbar sind. Dazu benutzen wir aufgebrachte Markerpunkte (Abb. 1) die mit 8 Hochgeschwindigkeitskameras (www.vicon.com) erfasst werden. Mittels zweier im Boden eingelassener Kraftmessplatten können über ein Computermodell (Abb. 3) die inneren Gelenkkräfte und die, durch die Muskeln verursachten, Drehmomente berechnet werden.
Je nach Fragestellung messen wir auch mit einer im Boden eingelassenen Druckmessplatte die Druckverteilung unter dem Fuß (Abb. 5) oder überprüfen mit Hilfe der Elektromyographie (Abb. 2) die Muskelaktivität beim Gehen.
Mit unserer Arbeit verfolgen wir insbesondere drei Ziele:
Eine Ganganalyse dauert je nach Fragestellung zwischen 2 und 3 Stunden und ist völlig schmerzfrei. Die Analyse hat keine Nebenwirkungen und verursacht keine Strahlenbelastung. Angehörige oder Therapeuten können während der Messung selbstverständlich dabei sein.